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Classic Cars by Tom Fischer

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Classic Cars, nüchtern betrachtet, sind sie eine Wertanlage. Doch wer einmal seine Begeisterung für sie entdeckt hat, der ist fasziniert von ihrer klassischen Schönheit, dem Geräusch ihrer Motoren, dem Geruch der alten edlen Materialien und dem einzigartigen Gefühl, mit ihnen unterwegs zu sein. Der Besitzer eines solchen Fahrzeugs schätzt das Besondere. Allerdings sind die originalgetreue Restaurierung und der Erhalt von solchen Classic Cars eine Sache für sich. Wer dabei keine Kompromisse eingehen möchte, der vertraut seinen Klassiker einem Spezialisten wie Tom Fischer an.

1991 wurde das Unternehmen Tom Fischer Classic & Race Car Service gegründet. Seit nunmehr 12 Jahren ist es im oberbayerischen Brannenburg daheim und direkter Nachbar von OELCHECK. In der Werkstatt sind 15 hoch qualifizierte Mitarbeiter aktiv. Jeder hat einen hohen Anspruch an sich selbst und ist mit Leidenschaft und absoluter Detail­versessenheit dabei. Tom Fischer ist in der Szene ein Begriff und Kunden aus aller Welt vertrauen ihm ihre Fahrzeuge an, ob sie nun aus Moskau, Los Angeles, Wien oder Frankfurt stammen. Restauriert werden hochwertige Fahrzeuge der bekannten Marken, vorrangig der 30er bis 60er Jahre, auch wenn manchmal Ausreißer dabei sind. Und so manches dieser Traumstücke, von denen oft weniger als 100 gebaut wurden, hat einen Wert im siebenstelligen Bereich. 

Qualität ohne Kompromisse

Bevor an ein Fahrzeug Hand angelegt wird, stehen oft aufwändige Materialanalysen und Recherchen in historischen Archiven an. Die Komplexität von hochwertigen Restaurierungen ist groß und je nach Wertigkeit eines Fahrzeugs kann allein schon die Vorarbeit mehr als ein Jahr dauern. Tom Fischer und sein Team kennen bei der Qualität jedoch keine Kompromisse. Nur so gelingt es ihnen, die Originalität der Automobile zu erhalten. Die Werkstatt in Brannenburg ist mit modernster Technik ausgestattet, doch ganz entscheidend sind die historischen Arbeitsverfahren, die das Team perfekt beherrscht. 

Schmieren – aber richtig

Motor, Getriebe und Hinterachse eines Automobils werden selbstverständlich ebenfalls überholt und mit frischen Schmierstoffen versehen. Allerdings ist dies manchmal leichter gesagt als getan. Die hoch additivierten Schmierstoffe von heute sind für historische Fahrzeuge in der Regel nicht geeignet. Oft sind sie mit den damals verwendeten Dichtungsmaterialien und Metallen unverträglich. Moderne Motoröle verfügen außerdem über eine so starke Reinigungswirkung, dass sie Ablagerungen im Motorinneren lösen, die Verstopfungen in den Ölkanälen sowie in Folge schwere Motorschäden verursachen können. Klassische Fahrzeuge benötigen unlegierte oder sehr mild legierte Schmierstoffe. In ihren Motoren zum Beispiel kommen vielfach noch Einbereichsmotorenöle zum Einsatz. Je nach Jahreszeit und Klimazone wird dabei ein dickflüssigeres Sommermotorenöl SAE 40 oder ein niedrigviskoseres Wintermotorenöl SAE 10W verwendet. Schaltgetriebe mit geringer Belastung benötigen ein unlegiertes Getriebeöl der API-Klasse GL 1. Ein Getriebeöl GL 3 ist dagegen mild legiert und mit EP-Additiven versetzt. In der Regel kann es auch in Schaltgetrieben mit Buntmetallkomponenten verwendet werden. Doch manchmal stimmen Theorie und Praxis nicht überein! Ein Alfa Romeo 8C, Gewinner der Mille Miglia 1936, zum Beispiel besitzt ein Getriebe mit Buntmetallen, die keine metallorganischen EP-Zusätze vertragen. Da bedarf es schon umfangreichen Wissens, um nicht das falsche Getriebeöl einzufüllen. Tom Fischer und sein Team verfügen zwar über diese Kenntnisse, doch auch sie werden immer wieder herausgefordert. Wurden Veränderungen am Antrieb oder Motor eines alten Fahrzeugs vorgenommen und nicht dokumentiert, ist ihre Erfahrung ganz besonders gefragt.

Ölanalysen für maximale Sicherheit

Um auf Nummer sicher zu gehen, werden oft schon vor der Überholung eines Motors Öluntersuchungen durchgeführt. Sie liefern wichtige Informationen über seinen Zustand und weisen auf mögliche Schäden hin. So wurden zum Beispiel bei der Analyse eines Motoröls aus einem Alfa Romeo-Motor Verschleißpartikel mit ungewöhnlicher Zusammensetzung nachgewiesen. Diese deuteten eindeutig auf einen Verschleiß der Königswelle hin. Königswellen wurden vor allem in den 1920er und 1930er Jahren für den Antrieb der Nockenwellen zur Ventilsteuerung an Viertaktmotoren eingesetzt. Nach der Entdeckung durch eine Ölanalyse wurde für die betroffene Komponente ein Austauschteil angefertigt, bevor ein größerer Schaden entstehen konnte. Auch nach der Einlaufphase werden Ölproben aus Motor und Getriebe der Classic Cars entnommen und von OELCHECK untersucht. Dann stellt sich schnell heraus, ob die Schmierstoffe wirklich passen, alles rund läuft oder ob im Fahrbetrieb etwaige Probleme zu befürchten sind. Erst wenn alle Parameter erfüllt sind, wird das Fahrzeug dem Kunden ausgehändigt. Manch ein edles Stück erreicht dabei sein Ziel per Luftfracht. Und wenn der nächste Service ansteht, kehren sie alle selbstverständlich in die Werkstatt von Tom Fischer zurück. Denn auf sein Know-how und seine Sorgfalt im Umgang mit den kostspieligen Traumautos ist absolut Verlass. 

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