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Die mikroskopische Partikelzählung mit integrierter Bildanalysesoftware sieht mehr

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OLYMPUS Spezialmikroskop im Einsatz

Wenige Monate nach der Inbetriebnahme einer Windkraftanlage mit einer Leistung von über 2 MW in Südeuropa wurde bei einer Inspektion des Planetengetriebes eine außergewöhnlich starke Verschmutzung an den Filtern entdeckt. Die erste Untersuchung einer 100 ml Ölprobe im OELCHECK-Labor ergab bei einem relativ niedrigen Eisenwert beim PQ-Index einen auffallend hohen Anteil an magnetisierbaren Metallpartikeln im Öl. Nach diesem Alarmzeichen und dem Hinweis auf akuten Getriebeverschleiß wurde das Getriebe inspiziert und erneut eine Ölprobe analysiert. Die Inspektion zeigte keinen Hinweis auf eine Schädigung der Zahnräder.

Doch woher konnten die für das Getriebe so bedrohlichen Partikel, die im Filter und in der Probe vorhanden waren, stammen? Eine Untersuchung der abfiltrierten Rückstände mit dem OLYMPUS Spezialmikroskop brachte des Rätsels Lösung. Anhand der Fotos im Vergleich mit den Labordaten konnten die Servicetechniker die Partikel identifizieren. Die Ursache dafür war kein Getriebeverschleiß. Ein bei der Montage der Anlage beteiligtes Unternehmen hatte nicht optimal gearbeitet. So waren abrasiv wirkende Schmutzpartikel und abgeplatzte Lackpigmente von der Außenlackierung im Getriebeöl vorhanden, die ganz offensichtlich aus der unsachgemäßen Montage stammten.

Ein Ölwechsel, durch den die festen Partikel entfernt wurden, brachte eine schnelle Abhilfe, bevor die festen Verunreinigungen Initialschäden in den Wälzlagern und abrasiven Verschleiß auf den Oberflächen der Zahnflanken verursachen konnten. Im abgebildeten Laborbericht kann die spannende Ursachenforschung nachvollzogen werden.

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