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KUKA – Alles, was sich in der Automatisierung bewegt

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Verglichen mit anderen technischen Erfindungen ist der Roboter noch vergleichsweise jung. Der weltweit erste Industrieroboter wurde erst Mitte des 20. Jahrhunderts installiert. Nach den meist in Japan produzierten hydraulischen Robotern kam 1974 der erste elektrisch angetriebene und von einem Mikroprozessor gesteuerte Roboter auf den Markt. 1996 gelang KUKA der Quantensprung in der Entwicklung der Industrieroboter. 

Damals wurde die erste von KUKA entwickelte PC-basierte Steuerung auf den Markt gebracht. Damit brach das Zeitalter der „echten“ Mechatronik an, das vom minutiösen Zusammenspiel von Software, Steuerung und Mechanik geprägt ist. Alles, was sich in der Automatisierung bewegt, kommt von KUKA. Ob in der Logistik, der Kunststoff- und Metallindustrie, der Medizintechnik oder im Entertainmentbereich – KUKA Roboter sind nahezu überall im Einsatz.

In der Automobilindustrie tragen Roboter immer mehr zur Optimierung und Flexibilisierung der Fahrzeugproduktion bei. Hier übernehmen sie hauptsächlich Arbeiten wie Schweißen, Lackieren und Kleben. Wenn sie mit einer besonderen schmutz- und hitzebeständigen Foundry-Ausstattung ausgerüstet sind, können die intelligenten Helfer sogar bei der Herstellung von Motoren in der Gießerei arbeiten.

In der Automobilindustrie sind Roboter der Serie 2000 von KUKA unter anderem beim Punkt­schweißen der Karosserien aktiv. Hierbei werden zwei dünne Blechteile verbunden. Eine durch­gängige Schweißnaht ist nicht erforderlich. Mittels elektrischen Stroms wird eine hohe Energie auf eine kleine Fläche eines Werkstücks konzentriert.

Durch hohen Anpressdruck entsteht dann eine unlösbare Verbindung. Das ganze Verfahren dauert nur den Bruchteil einer Sekunde, ist leicht zu handhaben, benötigt keine weiteren Zusatzstoffe wie Gas oder Draht und lässt sich problemlos automatisieren.
Allerdings müssen die Fügestellen jeweils von beiden Seiten zugänglich sein. Für KUKA-Roboter ein Kinderspiel, denn die Schweißzange wird quasi zur 7. Roboterachse und so werden Zangen- und Roboter­bewegung synchron programmiert und betrieben.

Fast alle KUKA-Roboter verfügen über sechs Achsen und damit auch über die gleiche Anzahl von Getrieben, die mit jeweils 15 bis 17 Liter synthetischem Getriebeöl geschmiert werden. Alle fünf Jahre oder 20.000 Betriebsstunden erfolgt ein Ölwechsel. Dieser wird bei der Automobil-Herstellung in der Regel direkt von den Instandhaltern der Fahrzeughersteller durchgeführt. Da die Füllmengen der Getriebe nicht sehr groß sind, erfolgen häufig keine routinemäßigen Schmierstoff-Analysen für alle Getriebe. Doch das Öl ist hohen Belastungen ausgesetzt. Die Roboter sind im Dauereinsatz. Ihre Bewegungen erfolgen ruckartig und erzeugen damit Stöße im Getriebe. Im Durchschnitt liegen die Temperaturen des Getriebes bei etwa 80°C. Entsprechend wichtig ist es, dass nur die von KUKA empfohlenen Schmierstoffe verwendet werden. Zugelassen werden ausschließlich solche Getriebeöle, die KUKA vorher intensiv in durch Ölanalysen unterstützten Praxistests geprüft hat. Schließlich trägt die konstante Performance des Schmierstoffs unmittelbar zur Produktions­sicherheit und zur Lebensdauer der Getriebe bei.

Welch hohen Stellenwert die Ölanalysen bei der Qualitätssicherung von KUKA haben, verdeutlicht die Reihenuntersuchung von Getriebeölen. Die Getriebeöle der Roboter sollten zur Verwirklichung längerer Ölwechselintervalle und zur Verbesserung des Wirkungsgrades durch reibungsärmere Schmierstoffe von mineralölbasischen Getriebeölen auf synthetische Schmierstoffe umgestellt werden. Es wurden dazu Proben aus mehr als 1.000 Robotergetrieben bei OELCHECK analysiert, bevor das synthetische Getriebeöl für den Langzeiteinsatz freigegeben wurde. – Ein eindrucksvolles Beispiel, mit welch großer Sorgfalt die KUKA Roboter GmbH in der Qualitätssicherung aktiv ist.  

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