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Prokon Windenergieanlagen – optimaler Service, sicherer Ertrag

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Die Prokon Unternehmensgruppe wurde im Oktober 1995 gegründet. Heute verfügt sie über mehr als 16 Jahre Erfahrung in der Projektierung, Finanzierung, Realisierung sowie der kaufmännischen Geschäftsführung und der technischen Betriebsführung von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen. Mit den Prokon Genussrechten beteiligen sich mittlerweile mehr als 50.000 Anleger am Erfolg des Unternehmens. Das gezeichnete Kapital erreicht demnächst eine Milliarde Euro. 

Seit 2002 führt Prokon auch die Wartung, den Service und etwaige Reparaturen an den Anlagen des Unternehmens durch. Der Tausch und die Instandsetzung von Großkomponenten, wie Getriebe und Generatoren, erfolgt seit 2011 ebenfalls durch eigene Mitarbeiter. Außerdem werden Wartungs- und Serviceleistungen für die sechs unternehmenseigenen Umspannwerke sowie deren Übergabe- und Trafostationen erbracht. Mit dem unternehmenseigenen Technischen Service sichert Prokon den zuverlässigen Betrieb und eine maximale Effizienz der Anlagen ab. Schließlich soll für die Anleger ein hoher Ertrag erwirtschaft werden.

Das Unternehmen betreibt 47 Windparks mit 289 Windenergieanlagen, davon 38 Windparks mit 266 Anlagen in sechs deutschen Bundesländern, sowie weitere neun Windparks mit 23 Anlagen in Polen. Von 1995 bis Frühjahr 2012 wurde damit eine Leistung von 479,0 MW installiert, mit der insgesamt rund fünf Mrd. kWh produziert wurden. Weitere Anlagen befinden sich in Planung oder werden momentan realisiert.

Nach der Inbetriebnahme einer Windenergieanlage übernimmt Prokon die technische Betriebsführung. Diese umfasst u.a.: die Überwachung des Anlagenzustandes inklusive Datenfernüberwachung, die Kommunikation mit dem Anlagenhersteller, die Kontrolle und Nachverfolgung der Arbeiten des Anlagenherstellers, die Terminkontrolle für Routineprüfungen, die Durchführung bzw. Beauftragung von sicherheitsrelevanten Prüfungen (Befahr-Anlage, Kran, Leiter, Feuerlöscher etc.), die Analyse von Fehlerhäufigkeiten, Leistungskennlinien und technische Verfügbarkeiten, die Beauftragung bzw. Erstellung von Gutachten sowie die Kontrolle der Gutachtenabarbeitung.

Am Ende der Gewährleistungszeit wird auch die Instandhaltung (Wartung und Service) durch Prokon durchgeführt. Hierfür wurde jeweils in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz ein Servicestützpunkt mit Materiallager aufgebaut, um eine schnelle Reaktionszeit und dadurch eine hohe technische Verfügbarkeit zu erreichen. Insgesamt stehen 21 Serviceteams für Wartung und Service inklusive Großkomponententausch und -instandsetzung auf den Windenergieanlagen zur Verfügung.

Prokon bietet bundesweit einen Getriebe- und Hydraulikölwechselservice für Windenergieanlagen an. Ein spezielles Ölwechselfahrzeug kann pro Einsatz bis zu vier verschiedene Öle sortenrein einbringen. Damit führt das Unternehmen den Ölservice auch an den eigenen Windenergieanlagen durch. Der Ölwechsel erfolgt dabei nach Herstellervorgaben bzw. zustandsabhängig auf der Basis von Ölanalysen.

In den Windenergieanlagen werden Mehrbereichs-Hydraulikfluide vom Typ HVLP 32 eingesetzt. Bei deren Auswahl berücksichtigt Prokon die Vorschriften und Freigabelisten der Komponentenhersteller, die individuellen Systemanforderungen sowie die Betriebsbedingungen und legt Wert auf höchste Qualität. Eine Hydraulikölfüllung ist abhängig vom Anlagendesign und umfasst zwischen 15 bis 315 Liter. Durch das Hydrauliksystem werden zum Beispiel die Rotorblätter leistungsoptimiert dem Wind nachgeführt, der Triebstrang gebremst oder die Gondel auch bei Seitenwind in Position gehalten. Damit werden also nicht nur Sicherheitsaspekte erfüllt, sondern auch die Energieausbeute aus dem Wind und damit die Effizienz einer Anlage geregelt. Besonders unter Starkwind wirken zum Teil sehr hohe Belastungen auf das Hydrauliköl. Vor allem muss seine Viskosität über einen weiten Temperatureinsatzbereich und bei wechselnden Druckbelastungen von über 300 bar stabil bleiben. HVLP-Hydrauliköle zeichnen sich durch einen hohen Viskositätsindex von über 180 aus. Auch preisgünstige Öle können einen solch hohen VI durch Mehrbereichsadditive erreichen. Allerdings sind diese oft nicht scherstabil. Ihr VI kann bereits nach nur 50 Betriebsstunden von z.B. 200 auf 120 drastisch abfallen. Dadurch sinkt die Viskosität bei 40°C von ca. 32 mm²/s auf unter 25 mm²/s, d.h. das Öl wird viel zu dünn. Die Folgen für das Hydrauliksystem können gravierend sein. Wegen zu hoher interner Leckagen kann das Öl z.B. Bremskräfte nicht mehr ausreichend übertragen. Durch unpräzise gewordene Verstell­mechanismen arbeitet die gesamte Anlage nicht mehr effizient. Solch minderwertige Hydrauliköle sind für Windenergieanlagen definitiv nicht geeignet. 

Prokon geht auf Nummer sicher und setzt gezielt nur hochwertige HVLP 32 Hydrauliköle mit Mehrbereichscharakteristik ein, weil sie:

  • auch bei niedrigen Temperaturen von unter -25°C sehr fließfähig sind, 
  • scherstabile Viskositätsindex-Verbesserer enthalten, 
  • für maximale Effizienz bei Betriebstemperaturen von über 60°C und -drücken von über 350 bar sorgen.

Aber nicht nur die Hydraulik- und Getriebeöle, sondern auch die Schmierfette der Hauptlager werden von Prokon regelmäßig zustandsüberwacht und deren Nachschmierintervalle optimiert.

Stimmen die Betriebsparameter nicht mehr, die sich durch ungewöhnliche Veränderungen der Schmierstoffe zeigen können, kann dies schließlich schwere finanzielle Folgen bedeuten. Daher nutzt das Unternehmen seit 2000 die Schmierstoff-Analysen von OELCHECK, um im Rahmen des Monitorings frühzeitig über etwaige Schäden der Komponenten und Veränderungen der Schmierstoffeigenschaften informiert zu werden. So können die Schmierstoffe in Abhängigkeit ihres Zustandes gewechselt und die Kosten reduziert werden. Außerdem haben sich die Schmierstoffanalysen von OELCHECK nicht nur bei der Kontrolle der Hydraulikfluids bereits mehrfach bezahlt gemacht. Bei der Überwachung der Getriebe stellen sie in Kombination mit Vibrationsmessungen ein wichtiges Element des Condition Monitorings dar. Werden in der Ölprobe auffallende Anzeichen für Verschleiß und damit Schädigungen an Lagerung oder Verzahnung des Getriebes festgestellt, führt Prokon unverzüglich eine Getriebeendoskopie durch. Im Laufe der letzten Jahre wurden dank der OELCHECK-Schmierstoffanalysen bereits einige Verschleißprobleme frühzeitig entdeckt. Prokon konnte die Instandsetzungsarbeiten optimal planen und etwaige finanzielle Belastungen deutlich minimieren. 

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