Zusatztests, die Ergänzung der All-inclusive Analysensets von OELCHECK

Seit Jahren lassen wir unsere Hydrauliköle regelmäßig durch OELCHECK untersuchen. Nun hat uns einer Ihrer Tribologen empfohlen, zusätzlich zur kompletten All-inclusive Analyse einmalig auch die Relative Feuchte messen zu lassen. Welche Gründe können dazu führen, dass zu weiteren Tests, die nicht im Umfang eines Analysensets enthalten sind, geraten wird?


OELCHECK:
All-inclusive Analysensets und „Zusatztests“

Für jeden Schmierstoff- und Maschinentyp sowie nahezu jede Branche stellen wir All-inclusive Analysensets bereit. Mit den darin enthaltenen Prüfverfahren können die OELCHECK-Tribologen nahezu alle Fragen der Kunden beantworten. Doch in einigen Fällen raten unsere Tribologen zur Durchführung von einem oder mehreren zusätzlichen Prüfverfahren. In diesen Fällen ermöglichen die Ergänzungen eines Analysensets noch präzisere Aussagen über den Zustand eines Schmierstoffs. Ein typisches Beispiel dafür ist die Ermittlung der Relativen Feuchte inklusive der Erstellung einer Wassersättigungskurve für Ihr Hydrauliköl. Der Tribologe hat Ihnen dazu geraten, weil Sie eine Frage bezüglich des trüben Aussehens des Öles während der Probenentnahme hatten. Anhand der Wassersättigungskurve kann er genau erkennen, dass das Öl z.B. bei 70 °C noch klar ist, bei 40 °C trübe wird und sich bei einer weiteren Temperatursenkung auf unter 20 °C korrosiv-wirkendes, freies Wasser abscheiden wird.

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So präzise weist OELCHECK Wasser nach

Wasser ist eine der häufigsten Verunreinigungen von Schmier- und Betriebsstoffen und verursacht oft gravierende Betriebsstörungen. Es kann nicht nur die Schmierfilmbildung von Schmierstoffen, sondern auch hydraulische Eigenschaften oder die elektrische Durchschlagsfestigkeit beeinträchtigen. Durch Verdampfungsprozesse in der Reibstelle kann Wasser deren Alterungsprozess beschleunigen sowie Korrosion oder Ablagerungen verursachen. Aus gutem Grund widmen wir im OELCHECK-Labor daher etwaigen Verunreinigungen durch Wasser sehr viel Aufmerksamkeit.

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Oxidationsindex – Moderne Schmierstoffe altern anders

Jeder Schmierstoff altert im Laufe seiner Einsatzzeit. Wie weit ein Alterungsprozess fortgeschritten ist, zeigt im Laborbericht besonders die Angabe „Oxidation“. Neben anderen Analysewerten erlaubt der Oxidationswert Rückschlüsse auf die verbleibende Einsatzzeit des Öls. Die Oxidation wird mit der IR-Spektroskopie nach der DIN 51453 bestimmt. Dazu wird Infrarotlicht durch eine mit Öl gefüllte Zelle geleitet. Die Abnahme der Lichtstärke wird als Absorption gemessen. Definiert wurde diese Methode schon zu Zeiten, in denen meist einfach raffinierte Mineralöle als Grundöle dienten. Heute, bei höherwertigen Group II oder III Ölen oder bei teilsynthetischen oder vollsynthetischen Basisprodukten, lässt sich die Oxidation oft nicht mehr mit dem relativ einfachen Verfahren bestimmen, das nur für eine bestimmte „Wellenzahl“ definiert ist.
 

OELCHECK hat daher die Methode zur Erkennung der Oxidation weiterentwickelt. Unter dem Wert „Oxidation“ der in Absorption/cm Ölschichtstärke (A/cm) angegeben wird, steht für moderne Öle im Laborbericht seit Neuestem auch der dimensionslose „Oxidationsindex“. Während für die Oxidation in A/cm an einer bestimmten Stelle des Diagramms, an einer „Bande“ bei der Wellenzahl von 1710 cm-1, die Längenveränderung im Vergleich zum Basisspektrum in cm errechnet wird, beruht der Index auf einer Flächenberechnung. In einem Differenzspektrum betrachtet also der Oxidationsindex nicht nur die Längenänderung eines einzelnen Peaks, sondern ermittelt eine Flächenänderung, die sich in einem Bereich zwischen zwei Wellenzahlen berechnen lässt, in dem sich oxidative Veränderungen zeigen. Die im Laborbericht unter „Oxidationsindex“ aufgeführte Zahl entspricht im Wesentlichen der Zunahme dieser Oxidationsfläche in cm². Die OELCHECKTribologen bestimmten die linke sowie rechte Wellenzahl und damit den Berechnungsbereich für den Oxidationsindex jeweils in Abhängigkeit von unterschiedlichen Ölen oder deren Einsatzzweck. Dank des so definierten Oxidationsindexes kann, im Gegensatz zur reinen DIN-Linienberechnung in A/cm, auch die Oxidation moderner Schmierstoffe bereits in einem sehr frühen Stadium erkannt werden. Der Oxidationsindex liefert somit zuverlässige Informationen für einen anstehenden Ölwechsel.

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