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Analyse von Schmierfetten

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Wälz- und Gleitlager, Tripodegelenke und offene Zahnrad-Getriebe – die meisten von ihnen werden mit einem Fett geschmiert. Allein bei den Wälzlagern mit ihren vielen verschiedenen Bauformen sind davon über 80 % betroffen. Fällt allerdings ein Lager aus, ist in 75 % aller Fälle das Schmierfett mit im Spiel. Es ist dann zum Beispiel verunreinigt, ausgeblutet, oxidiert und gealtert, mit Verschleißpartikeln belastet oder einfach in zu geringer Menge vorhanden. – Wer aber, dank der Schmierfett-Analysen von OELCHECK, über den Zustand des jeweiligen Schmierfetts informiert ist, kann rechtzeitig gegensteuern und Ausfälle vermeiden.

Bei mehr als 10 % der bis zu 2.000 täglich bei OELCHECK analysierten Proben handelt es sich um Schmierfette, die genauso gründlich und aussagekräftig wie Öle, Kühlmittel und Kraftstoffe beurteilt werden. Dabei ist die Analyse von Schmierfetten aufgrund der geringen Probemengen keine Selbstverständlichkeit – weltweit sind dazu nur wenige Labore in der Lage. Eines davon ist OELCHECK! Wir verfügen über Laborgeräte, die nach unseren Wünschen modifiziert wurden, und über eine langjährige Erfahrung bei der Beurteilung von Fettproben.

Kurz erklärt: Schmierfette

Wenn eine Schmierstelle nicht perfekt mit Öl versorgt werden kann, kommt in der Regel ein Schmierfett zum Einsatz. Schmierfette müssen aber nicht nur für eine optimale Schmierung sorgen, sondern oft auch die Schmierstellen abdichten und bewegte Teile vor Verschleiß und Verunreinigungen schützen. Sie sollen Stoßbelastungen abdämpfen und sich im Idealfall für eine Lebensdauerschmierung eignen. Fette sind aber keine Alleskönner. Im Gegensatz zu Ölen sind sie nicht in der Lage, hohe Temperaturen, Verunreinigungen sowie Verschleißpartikel von der Reibstelle abzuführen. Hergestellt werden Schmierfette durch das Einrühren eines flüssigen Grundöls in ein geeignetes Verdickungsmittel. Meist werden Additive und fallweise auch Festschmierstoffe zugesetzt. Schmierfette enthalten 70-95 % Grundöl, 3-30 % Verdickungsmittel, 0-10 % Additive und maximal 10 % Festschmierstoffe.

Das Grundöl als Hauptbestandteil eines Fetts bestimmt wesentlich dessen Schmier- und Gebrauchseigenschaften. Als Grundöle werden mineralölbasische, synthetische und teilweise auch pflanzliche Öle eingesetzt. Die Verdickertypen werden unterteilt in Metallseifen (z.B. Lithium, Natrium, Calcium, Barium, Aluminium) und Nicht-Metallseifen (z.B. Bentonit, Polyharnstoff, Silicagel). Als Grundölträger bauen sie eine vernetzte, schwammartige Struktur auf. Diese hält das Öl fest und kann es kontrolliert an die Schmierstelle abgeben. Bestimmte Eigenschaften eines Schmierfetts werden mit Additiven noch verstärkt bzw. gezielt modifiziert. Muss ein Fett unter besonders schweren Bedingungen arbeiten oder über Notlaufeigenschaften verfügen, werden ihm außerdem Festschmierstoffe, wie z.B. Graphit Molybdändisulfid (MoS2) oder PTFE (Teflon) zugesetzt. Enthält ein Fett mehr als 40 % Festschmierstoffe, wird es als Paste bezeichnet. - Zum Artikel

Weitere Beiträge aus "Übersichten und Tabellen"

Hydraulikflüssigkeiten und deren problematische Vermischungen

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Hydrauliköle machen über 10% des gesamten Schmierstoffverbrauchs aus und liegen damit an zweiter Stelle hinter den Motorenölen mit 40%. Sie werden zur Übertragung von Kräften und Bewegungen mit Füllmengen von oft vielen 100 Litern und Ölwechselintervallen von mehreren 1.000 Betriebsstunden eingesetzt. Im Wesentlichen sind sie zu finden in Bau- und Landmaschinen, Spritzgießmaschinen, hydraulischen Pressen, Turbinen-Regelanlagen, Aufzügen, Flugzeugen, Verlademaschinen und in vielen anderen Industrieanlagen. Sie alle sind auf den Einsatz leistungsfähiger Hydrauliköle angewiesen. Werden Hydraulikfluids miteinander vermischt, kann es allerdings problematisch werden ... Die Aufgaben der Hydraulikfluids sind vielfältig. - Zum Artikel

Weitere Trends, Tipps & Tricks


Brechungsindex

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OELCHECK untersucht nicht nur unsere Gasmotorenöle, sondern auch die Kühlmittel aus diesen Motoren. In den Laborberichten der Kühlmittel führen Sie jetzt auch einen „Brechungsindex bei 20 °C“ auf. Wie wird dieser Wert bestimmt? Was sagt dessen Veränderung aus? Ist ein Brechungsindex auch für Öle relevant?

OELCHECK antwortet:

Jedes flüssige Medium hat einen charakteristischen Brechungsindex. Bei dessen Interpretation geht es um die Konzentration bestimmter Stoffanteile in einer Flüssigkeit. Bei Kühlmitteln handelt es sich meist um Wasser, das mit Ethylenglykol oder Propylenglykol gemischt ist. Mit Hilfe des Brechungsindex kann der prozentuale Anteil von Glykol bestimmt werden. Da sich aber auch die verschiedenen Grundöltypen beim Brechungsindex unterscheiden, ist dieser Wert u.a. beim Nachweis von Vermischungen unterschiedlicher Öltypen hilfreich. - Zum Artikel

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