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Atom-Emissions-Spektroskopie mit Rotrode-Verfahren

Nachweis von Metallpartikeln – Noch schneller und zuverlässiger mit AES

Die Atom-Emissions-Spektroskopie (AES) ist die in der Gebrauchtölanalytik am häufigsten verwendete Methode zum Nachweis von Verschleißmetallen, Verunreinigungen und Additiven. Sie hat sich als schnelles, kostengünstiges und vor allem zuverlässiges Verfahren für Trendanalysen etabliert. Die AES spürt vor allem öllösliche Zusätze und Verschleißpartikel auf, die kleiner als 5 µ sind und die deshalb mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.

Ein bewährtes Verfahren

Die Bestimmung der Elemente erfolgt entweder nach dem ICP (Inductive Coupled Plasma)-Verfahren oder, wie bei OELCHECK, mit einem Rotrode-Gerät (RDE-Rotating Disc Elektrode).
Beim Rotrode-Verfahren wird mit einem Graphit-Funkenrädchen ein Teil einer 2 ml Ölprobe in einem Lichtbogen auf über 8.000 °C erhitzt. Durch die enorm hohe Temperatur werden Elektronen, die um den Atomkern des Elementes kreisen, so angeregt, dass sie ihre ursprüngliche Bahn verlassen.
Hört die Energiezuführung auf, fallen die Elektronen aus der unstabilen Kreisbahn auf das stabile Ausgangsniveau zurück. Das bei dem Zurückfallen der Elektronen frei werdende Energiepotential veranlasst jedes vorhandene Element, ein Licht mit einer charakteristischen Wellenlänge abzugeben. Das Element emittiert also Licht.
Der aus allen Elementen resultierende Lichtstrahl wird mit einem Prisma oder Kristallgitter in seine Wellenlängen zerlegt bzw. aufgefächert. In einem Radius sind Photozellen so hinter einem Austrittsschlitz montiert, dass sie nur für jedes Element spezifisches Licht aufnehmen können. Die Photozellen können über eine durch die Intensität des Lichts angeregte Veränderung der Stromstärke die Menge des gefundenen Metalls angeben.

Ein optimiertes Analysengerät

Die AES gehört bei jeder OELCHECK-Analyse zum Pflichtprogramm. Die ständig steigende Anzahl der Proben erfordert zwingend die Nutzung eines AES-Gerätes der neuesten Generation. Im OELCHECK-Labor ist ein in den USA montiertes RDE-Spektrometer im Einsatz. Ein speziell konzipierter vollautomatischer Probenwechsler ermöglicht nun die Ermittlung von 21 Metallen in über 80 Proben pro Stunde. Durch eine optimierte Funktionsweise erfolgt die Bestimmung einiger Einzelwerte besonders bei Ölen mit hoher Additiv-Konzentration noch exakter als beim Vorgänger-Modell. Eine verstärkte Energiezufuhr regt die Elemente intensiver an.