Grundregeln bei der Umstellung auf einen physiologisch unbedenklichen Schmierstoff

  • Vergleichen Sie die technischen Daten vom bisherigen mit dem neuen Schmierstoff. Eignet er sich aufgrund der Einsatzbeschreibung überhaupt für die Anwendung?
  • Entspricht das NSF-H1 Produkt den Maschinenhersteller Vorschriften in Bezug auf Viskosität und Additivniveau?
  • Erfüllt es die zitierten oder geforderten Normen (DIN, ASTM)? Aber: Die Anforderungen der DIN-Normen sind häufig niedriger als für die Praxis erforderlich.
  • Können Erfahrungen aus vergleichbaren Anwendungsbereichen vorgelegt werden? (Prüfen Sie zweifelhafte Referenzen durch einen Kontrollanruf.)
  • Ist es wirklich nach NSF-H1 zertifiziert und dort veröffentlicht oder „entspricht“ es diesen Richtlinien (nach einer Selbsteinschätzung durch den Lieferanten)?
  • Recherchieren Sie unter www.nsf.com. Klicken Sie auf „Search Listings“ und geben Sie im Suchfeld den Ölhersteller und die Produktbezeichnung ein.

Überprüfen Sie technische Besonderheiten zusätzlich:

  • Ist der neue Schmierstoff verträglich mit Dichtungen, Lacken, Schläuchen?
  • Müssen die Filter oder Filtereinsätze (z.B. keine verzinkten Teile an Filterpatronen bei esterhaltigen Syntheseölen) geändert werden?
  • Sind die Mischbarkeit und auch die Verträglichkeit, die besonders bei Umölungen und Leckagen wichtig ist, gewährleistet?

Beachten Sie bei der Umölung:

  • Von Mineralölen kann relativ problemlos auf PAO- oder Esteröle umgeölt werden, aber von Mineralölen auf Glykole und umgekehrt eigentlich nie oder erst nach mehrmaligem Spülen.
  • Wurde bisher ein Schmierstoff auf PAO-, Polyglykol- oder Esterbasis verwendet, so sollte vorzugsweise auch ein ähnlicher physiologisch unbedenklicher Schmierstoff eingesetzt werden.
  • Beim Wechsel der Grundölart auf ein Syntheseöl sollte geprüft werden, ob eine Spülung der Anlage mit dem gleichen H1-Öl realisierbar ist, denn Syntheseöle haben oft ein besseres Reinigungs- und Schmutzlöseverhalten.
  • Bevor die komplette Füllung eines neuen Syntheseöls durch abgelöste Rückstande und alte Additiven unbrauchbar geworden ist, kann ein Spülvorgang mit einer geringeren Menge des gleichen Öls die Standzeit verlängern.

Führen Sie regelmäßige Kontrollen durch:

  • Überprüfen Sie anhand von Ölanalysen die Wirksamkeit der Produkte.
  • Kontrollieren Sie durch Fett- und Ölanalysen, ob die Ölstandzeiten und Nachschmierintervalle wirklich erreicht werden.
  • Führen Sie vermehrt visuelle Inspektionen der Schmierstellen durch.