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Chlorbestimmung

Präzise Chlorbestimmung mit dem neuen TOX-100


Moderne Schmierstoffe und Metallbearbeitungsfluids werden kaum noch mit Chlor additiviert. Trotzdem können Ölproben, vor allem Gebrauchtöle aus Gas- und Biogasmotoren sowie Kühlschmierstoffe, immer noch Chlorbestandteile enthalten. In Deponie- und Biogasanlagen ist das zu verbrennende Gas teilweise mit chlorhaltigen Verbindungen belastet. Bei der Verbrennung kann dann Chlor in das Öl gelangen. Dort stellt es ein hohes Risiko für die Motorenkomponenten dar. In Kombination mit hohen Temperaturen und Feuchtigkeit können sich aggressive Säuren bilden, die Korrosion und „Lochfraß“ verursachen.

 

Manchen Metallbearbeitungsölen wurde früher Chlor beigegeben. Teilweise werden diese chlorhaltigen Altbestände noch aufgebraucht. Außerdem erfordern einige Sonderlegierungen auch heute noch chlorierte Zusätze. Sind gebrauchte Schmierstoffe oder Emulsionen mit zu viel Chlor belastet, müssen sie außerdem unbedingt getrennt gesammelt und entsorgt werden (Sammelkategorie 3 AltölV).


Doch nicht nur hinsichtlich der Entsorgung ist es wichtig zu wissen, ob ein Öl mit Chlor belastet ist. Besonders bei der Betrachtung von Schadensfällen in Biogasanlagen kann dies ganz entscheidend sein. Mit dem bisherigen Instrument auf der Basis einer energiedispersiven Röntgenfluoreszenz konnte die Bestimmung des Chlorgehalts jedoch nicht sehr präzise erfolgen. Mit dem neuen TOX-100 verfügt OELCHECK nun über ein Testgerät zur mikrocoulometrischen Bestimmung des Chlorgehalts in Ölen, Kraftstoffen und Fetten. Es gewährleistet höchste Präzision selbst bei äußerst niedrigen Konzentrationen. Als Probenmenge reichen ca. 20 – 100 mg (0.1 g) aus. Dies entspricht etwa 2 Öltropfen, die mit einer Pasteurpipette entnommen und in das Gerät eingebracht werden müssen. Detektiert wird bereits 1 ng Chlor. Im Laborbericht wird Chlor auf 1 ppm genau angegeben.

 

Die Hauptteile des Testgeräts sind ein Ofen und eine Titrationszelle. Die Ölprobe wird mit einem Schiffchen in das Innere des Ofens gefahren. Hier wird sie bei einer Temperatur von 1000 °C mit Zuführung von Sauerstoff verbrannt. Entscheidend ist, dass dabei eine vollständige Oxidierung der Probe erreicht wird. So wird sämtliches in der Probe enthaltenes Chlor in Chlorid-Ionen überführt.

 

Die Verbrennungsgase werden mit dem Gas-Strom weiter in die Titrationszelle gespült. In dieser Zelle befindet sich u.a. eine Silber-Elektrode in einer Elektrolytlösung. Durch elektrischen Strom werden ständig Silber-Ionen in Lösung gebracht. Enthalten die Verbrennungsgase Chlorid-Ionen, so reagieren diese mit den Silber-Ionen, der Silbergehalt in der Lösung sinkt, und durch mehr Stromverbrauch wird der Verlust an Silber-Ionen in der Lösung wieder ausgeglichen. Sobald das Chlor vollständig abreagiert ist, wird kein weiterer Strom mehr für die Produktion von Silber-Ionen benötigt, die Messung ist beendet. Aus dem für die Messung verbrauchten Strom wird der Chlorgehalt in der Probe berechnet. Das Schiffchen fährt nun wieder aus dem Ofen in die Ausgangsposition zurück und ist für die nächste Messung bereit.


Die Chlorbestimmung ist als Sondertest in keinem Analysenset enthalten. Er wird nur als kostengünstige Einzeluntersuchung auf Wunsch angeboten.

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