Phenolische Inhibitoren

Entscheidend für den Langzeiteinsatz von Ölen

Nahezu allen Ölen werden bei der Herstellung Antioxidantien (Oxidationsinhibitoren) zugesetzt, die das Öl vor Oxidation und zu schneller Alterung schützen sollen. Als Antioxidantien werden meistens phenolische und aminische Additive eingesetzt. Solche Additive fangen oxidative Einflüsse auf das Öl ab und neutralisieren diese. Sie wirken als „Radikalenfänger“ und verbrauchen sich dabei. Insbesondere bei Turbinenölen, aber auch bei vielen anderen Langzeit-Anwendungen, ist daher die Kenntnis über den noch vorhandenen Gehalt an Antioxidantien ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung über die Weiterverwendbarkeit des Öls. Dies betrifft auch Umlauf- und Getriebeöle im Industrieeinsatz oder biologisch abbaubare Hydrauliköle.

OELCHECK bestimmt bei allen Turbinenölen den Gehalt an phenolischen Inhibitoren mit Hilfe der Infrarot-Spektroskopie. Phenole weisen dabei eine sehr charakteristische Absorptionsbande im Bereich um die Wellenzahl von 3650 cm-1 auf. Die Intensität ihres Signals wird zunächst vom IR-Gerät bestimmt.

Anhand einer bei OELCHECK mittels eines reinen Additivs durchgeführten Kalibration wird danach der Absolutgehalt des Inhibitors in der Probe aus der Signal-Intensität errechnet. Sofern der Öltyp genau bekannt ist und eine Frischölreferenz vorliegt, kann aus diesen Daten der Gehalt an phenolischem Inhibitor auch prozentual im Vergleich zum Frischöl angegeben werden. Für die Praxis lässt sich daraus ableiten, in welchem Maße das Turbinenöl der Oxidation noch entgegen wirken kann. Bei bekannter Ausgangslage und unter der Vorraussetzung, dass die weitere Verwendung unter vergleichbaren Bedingungen erfolgt, kann so abgeschätzt werden, wie lange das Öl noch eingesetzt bleiben kann.