Probengefässe für Kälteverdichteröle

Erscheinungsjahr: 2022

„Ihr Laborbericht für unser Kältemaschinenöl enthielt folgenden Kommentar: Kältemaschinenöle  können nach der Entnahme umweltbedingten Veränderungen unterliegen. Wir empfehlen daher, nur unsere Spezialsets mit gasdichten Gefäßen zu verwenden und diese vollständig zu befüllen. Warum werden gasdichte Gefäße eingesetzt und was genau ist bei deren Befüllung zu beachten?“

OELCHECK antwortet:

Für die Analyse von Kälteverdichterölen bietet OELCHECK spezielle All-inclusive Analysensets. Diese Sets beinhalten gasdichte 80 ml Probengefäße aus Aluminium. Sie sind gegen sämtliche Öltypen und Kältemittel beständig. Außerdem halten sie dem Innendruck stand, der durch Kältemittelreste in der Probe aufgebaut werden kann. Die Entnahme der Probemenge erfolgt über den vom Hersteller am Kompressor vorgesehenen Ölablass. Falls die Probe noch relativ stark schäumt, kann das Kältemittel vor dem Verschließen etwas ausgegast werden. 
Wird jedoch ein synthetisches Verdichteröl und/oder Ammoniak als Kältemittel eingesetzt, muss auf das Abgasen verzichtet werden!

Der Behälter soll vollständig befüllt und anschließend sofort sorgfältig verschlossen werden. Diese Mittel wirken stark hygroskopisch und können bereits bei nur kurzem Kontakt mit der Atmosphäre Feuchtigkeit aus der Luft binden. Das vollständige Befüllen des Gefäßes ist ebenfalls wichtig, denn eine nur teilweise Befüllung lässt einen Gasraum oberhalb der Probe zu. In diesen kann ein Ausgasen stattfinden. Außerdem würde die Feuchtigkeit, die im Gasraum enthalten ist, durch das Öl absorbiert. Damit könnte wiederum das Ergebnis der Wasserbestimmung verfälscht werden. 

Quelle:

OELCHECKER Frühjahr 2022, Seite 11