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Schmierfett-Entnahme

Mit den all-inclusive Analysensets von OELCHECK und unserer Grundausstattung sind Sie für die korrekte Entnahme einer Referenzprobe von gebrauchten Schmierfetten perfekt ausgerüstet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Grundausstattung
  2. Geringe Schmierstoffmengen reichen aus!
  3. Spatel oder Spritze?

Die Grundausstattung

Proben von Schmierfetten sind etwas komplizierter zu entnehmen als die von Flüssigkeiten. Doch das kostengünstige OELCHECK-Fettentnahme-Set (Z-3) erleichtert das Vorgehen erheblich und sollte zu Ihrer Grundausstattung gehören. Es enthält eine Spritze sowie einen 20 cm langen Schlauch, der auch als Meterware nachbestellt werden kann. Außerdem drei unterschiedlich große Spatel zur Entnahme von Fett, das sich zwischen Lager und Dichtung oder im Wälzlagerkäfig befindet, sowie einen Putzlappen zur Reinigung der gebrauchten Spatel.

Ein all-inclusive Analysenset für Schmierfette von OELCHECK

Jedes vorbezahlte OELCHECK all-inclusive Analysenset für Schmierfette enthält:

  • transparentes Probengefäß mit Deckel in Setfarbe
  • transparenten Schlauch für die Spritze des Fettentnahme-Sets
  • speziellen Probenbegleitschein mit einer selbstklebenden Labornummer zum Kennzeichnen des Probengefäßes
  • voradressierten, auslaufsicheren Rückumschlag
  • UPS-Rückholschein für den kostenfreien Versand an unser Labor.

Die Ermittlung der über 20 Analysenwerte und deren Interpretation durch einen OELCHECK-Tribologen sind ebenfalls im Set-Preis enthalten. Der übersichtliche Laborbericht mit Bildern und Einzelwerten wird meist am zweiten Arbeitstag nach Probeneingang per Post oder E-Mail versandt. Er kann außerdem jederzeit unter https://lab.report/ abgerufen werden.


Bitte immer beachten! Nur eine korrekt entnommene Probe liefert repräsentative Werte!

  • Achten Sie darauf, dass bei der Probennahme möglichst kein Frischfett mit entnommen wird. Die Probe sollte aus dem Bereich stammen, in dem das Fett seine Arbeit verrichtet. Kontrollieren Sie daher visuell anhand der Farb- oder Strukturänderung, dass Sie wirklich Gebrauchtfett entnommen haben. Nur dessen Werte erlauben eine Aussage über den Zustand der damit geschmierten Komponente.
  • Achten Sie auf Sauberkeit! Reinigen Sie vor der Probennahme die Umgebung der Fettentnahmestelle und Ihre Hilfsmittel. Vermeiden Sie, dass die Probe durch Staub, Wasser oder abgelagerte Dichtungspartikel verunreinigt wird.
  • Entnehmen Sie für Trendanalysen die Proben immer an einer bestimmten Stelle nach dem ähnlichen Entnahmeverfahren.
  • Setzen Sie bevorzugt die Hilfsmittel aus dem OELCHECK-Fettentnahme-Set ein. Metallpartikel von einem Schraubenzieher oder Partikel von einem Holzspatel können Analysenwerte verfälschen.
  • Vermischen Sie keine Fettproben im gleichen Probengefäß, auch wenn diese zwar aus der gleichen Komponente, aber von unterschiedlichen Schmierstellen stammen!
  • Wenn Sie nicht sicher sind, dass wir das Fett bereits in unserer Datenbank führen, senden Sie uns bei Ihrer ersten Gebrauchtfettanalyse auch eine Frischfettprobe als Referenz.

Geringe Schmierstoffmengen reichen aus!

OELCHECK benötigt für die Analyse der Schmierfette nur relativ kleine Fettmengen. Für das all-inclusive Analysenset 3 z.B. genügen schon etwa 3 g Fett. Diese entsprechen 3 cm Fett im Schlauch bzw. etwa einem knappen Teelöffel.

Spatel oder Spritze?

Bei Proben aus Großwälzlagern, Frischfettbehältern oder relativ offenen Fettentnahmestellen kann das Fett in der Regel mit der Vakuumspritze direkt in den Schlauch gesaugt werden. Bei weniger zugänglichen Komponenten oder engen Schmierspalten, die häufig noch im Bereich der Dichtung liegen, kommt meist einer der Spatel aus dem Entnahme-Set zum Einsatz.

Fettentnahme mit der Spritze

  • Schlauch auf den Spritzenkonus stecken.
  • Mit der Schlauchöffnung das Gebrauchtfett aufsaugen. Wählen Sie je nach Bauart:
    • eine mit einer Schraube gesicherte Fettentnahmebohrung
    • eine Inspektionsöffnung
    • einen entfernten Schmiernippel bzw. den Anschluss der Zentralschmierleitung.
  • Benötigte Schmierfettmenge mit der Spritze in den Schlauch saugen. Das Fett darf dabei die Spritze selbst nicht berühren. Nur so können sie die Spritze mehrfach nutzen.
  • Nicht zu viel Luft in die Fettprobe saugen!
  • Schlauch abziehen, in der Mitte knicken und mit dem Knick nach oben in das Probengefäß stecken. So ist er im Labor leicht zu entnehmen.

Bei demontierten Wälzlagern sollten Sie das Gebrauchtfett aus dem Käfigbereich und zwischen den Wälzkörpern in den Schlauch saugen. Bei relativ kleinen Lagern besser den Spatel verwenden. Bei Großwälzlagern (> 1.000 mm) entnehmen Sie das Fett aus den dafür vorgesehenen Entnahmebohrungen. Die Entnahmestellen sollten nahe an den Laufbahnen im Hauptbelastungsbereich liegen.

Entnahme mit einem Spatel

  • Vermischen Sie das Fett mit dem Spatel oder bei langsamer Rotation, um eine repräsentative Probenmenge zu erhalten.
  • Die Fettprobe sollte möglichst von folgenden Stellen entnommen werden: den Laufflächen, den Stegen des Lagerkäfigs oder von beiden Seiten der Lager-Kugeln oder -Rollen.
  • Streifen Sie das Fett vom Spatel in den Deckel des Probengefäßes oder an einer Stelle des Probengefäßes ab und verschließen dieses danach.
Quelle:

OELCHECKER Winter 2018, Seite 7