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Trends, Tipps & Tricks

Empfehlung eines MPC-Tests

Dampfturbinen-bericht.jpg
Die Laborberichte der halbjährlichen Trendanalysen des Umlauföls aus einer Dampfturbine waren immer mit einem grünen Haken als okay gekennzeichnet. Mit dem letzten Laborbericht erhielten wir aber die dringende Empfehlung, einen MPC-Test durchführen zu lassen oder das Öl zu wechseln. Was steckt hinter dem MPC-Test?

OELCHECK antwortet: Ein hoher Wirkungsgrad, kurze Anlaufzeiten und Flexibilität bei wechselnden Betriebsbedingungen – Turbinen müssen heute eine Vielzahl von Anforderungen erfüllen. Ihr sicherer Betrieb hängt dabei zunehmend von ihren Turbinenölen ab.

Diese müssen fertig werden mit:

  • sehr langen Ölwechselintervallen
  • höheren Ölumlauf-Temperaturen
  • kompakteren Bauweisen der Ölumlaufsysteme mit kürzeren Umwälzzeiten.

Die Normvorgaben für Turbinenöle werden zwar stetig verschärft, doch individuelle Belastungsszenarien decken sie meist nicht ausreichend ab. Daher rücken praxisbegleitende Leistungstests als Voraussetzung für das Empfehlen der Öle durch die OEM immer mehr in den Fokus.

Der Langzeiteinsatz von Turbinenölen wird durch mehrere Faktoren beeinflusst.

  • Oxidation: beschleunigt durch Reaktion des Öls mit Luftsauerstoff in Verbindung mit erhöhten Ölumlauftemperaturen von über 60 °C
  • Thermische Zersetzung von Grundöl und Additivpaket: durch punktuell extreme Temperaturen bei elektrostatischen Entladungen oder lokaler Selbstentzündung von komprimierten, ungelösten Luftbläschen
  • Verunreinigungen: Wasser, Staub, Verschleißpartikel, auch Vermischungen mit anderen Ölen.

Die Auswirkungen auf das Turbinenöl sind vielfältig: Starker Verbrauch von Antioxidantien, mögliche Ausfilterung von Antischaumadditiven, Verschlechterung des Luftabgabeverhaltens, Abbau des Verschleißschutzpakets, Reaktionsprodukte in Form ungelöster Ölbestandteile, Ablagerungen (Schlamm), Lackbildung (Varnish), Dunkelfärbung und/oder Trübung des Öls.

Neben der Verschlechterung der Schmierstoff-Performance stellen vor allem die Ablagerungen ein Risiko für die Anlage dar. Bei ihrer Bildung spielt die Löslichkeit der Additive im Basisöl eine erhebliche Rolle. Heute setzen die Hersteller von Turbinenölen verstärkt Basisöle der Gruppen II (Hydrotreated), III (Hydrocrack) und IV PAO (Polyalpha-Olefine) ein. Diese Öltypen besitzen u.a. ein besseres Viskositäts-Temperatur-Verhalten und sind stabiler gegen Ölalterung und Oxidation. Doch abgebaute Additivkomponenten und Reaktionsprodukte des Grundöls werden von diesen Basisölen schlechter gelöst. - Zum Artikel

Weitere Beiträge aus "Nachgefragt"

Kühlmittelanalysen decken Schäden in Kühlsystemen auf

Kuehlmittelraum.jpg
Nicht nur Öl „kann sprechen“. – Auch das Kühlmittel kann es. Und wir bei OELCHECK verstehen seine Botschaft. Erst seit Kurzem „boomt“ die Analyse von Kühlmitteln, denn zunehmend haben Maschinenhersteller und -betreiber das Informationspotenzial erkannt, das sie sich durch regelmäßige Kühlmittelanalysen eröffnen können. Genauso wie Schmierstoffe verändern auch die meist wässrigen Kühlmittel ihre Eigenschaften durch Alterung und Verschmutzung. Die Aufgaben von fertig gemischten Kühlmitteln oder Wasser, dem spezielle Konzentrate zugesetzt werden, sind vielfältig: Sie sorgen für eine optimale Wärmezu- und -abfuhr, schützen vor Korrosion und Kavitation sowie Ablagerungen und verhindern ein Einfrieren bei Minusgraden. Eingesetzt werden sie zum Kühlen der Motoren von Kraftfahrzeugen, Baumaschinen, Lokomotiven, Gasmotoren aber auch zum Kühlen von elektrischen Antrieben in Windkraftanlagen oder den neuen E-Fahrzeugantrieben. Um ihre Funktionsfähigkeit über einen langen Zeitraum und damit den sicheren Betrieb der gekühlten Aggregate sicherzustellen, untersucht OELCHECK alle wichtigen Parameter. - Zum Artikel

Weitere Trends, Tipps & Tricks


Motorenöle für Fahrzeuge – Aktuelle Trends und Ölanalytik

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Trend 1 Reduktion der Emissionen
Mit der aktuellen Abgasnorm Euro VI wurden die Grenzwerte für Dieselmotoren in Nutzfahrzeugen und Bussen bei Partikeln um etwa 67 % und bei Stickstoffoxiden sogar um etwa 80 % gegenüber der Euro V gesenkt. Für alle neuen Pkw hat das Parlament der EU ab 2021 eine Grenze von maximal 95 Gramm Kohlendioxid (CO2) pro Kilometer verabschiedet. 95 % der Fahrzeuge müssen diese Bedingung bereits ab 2020 erfüllen. Bei der Reduktion von Emissionen ist die Messlatte hoch gelegt. Allerdings sind die verminderten Abgaswerte nur mit entsprechend konzipierten Motorenölen erreichbar. Werden trotzdem für ein niedrigeres Leistungsniveau ausgelegte Motorenöle eingesetzt, können die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß nicht eingehalten werden. - Zum Artikel

Weitere Trends, Tipps & Tricks