Europe

China

Grenzwerte für Silizium

Für unsere Planierraupen lassen wir in regelmäßigen Abständen Schmierstoff-Analysen durchführen. In den Proben des Hydrauliköls wird immer wieder Staub nachgewiesen – bei den Einsatzbedingungen keine Überraschung.

In einigen Fällen wurde uns von Ihnen geraten, umgehend einen Ölwechsel durchzuführen. Gibt es dazu einen Grenz- bzw. Richtwert, ab welchem Wert für Silizium, aus dem meistens Staub besteht, ein Ölwechsel vorgenommen werden muss?

OELCHECK antwortet:

Staub, den wir in unseren Analysen meist als Silizium, manchmal auch als Aluminium und Kalzium ermitteln, ist in der Tat das größte Risiko besonders für die Hydrauliken der Planierraupen. Oft dringt er unbemerkt über die Be- und Entlüftungsfilter, beim Nachfüllen oder über die Zylinder in das System ein. Ob ein Ölwechsel vorgenommen bzw. das Öl gefiltert werden muss, wird mit einer Analyse schnell und problemlos ermittelt. Ein Wechsel des Öls ist in der Regel dann fällig, wenn folgende Grenzwerte für Silizium, das der Hauptbestandteil von abrasivem Staub ist, erreicht werden:

  • Hydrauliköl 10 mg/ kg
  • Motorenöl 30 mg/ kg
  • Fahrgetriebe 100mg/ kg

Die Hersteller von Planierraupen raten im Interesse der Betreiber übrigens zu regelmäßigen Schmierstoff-Analysen, erstmals nach 1.500 Bh und anschließend alle 500 Bh. Wird mit dem Kauf einer neuen Baumaschine eine verlängerte Garantie von mehreren Jahren miterworben, schreiben einige Hersteller sogar regelmäßige Analysen für Hydraulik-, Motor- und Getriebeöl vor. Werden sie nicht eingehalten, droht ein Verlust der Garantie.

Quelle:

ÖlChecker Winter 1998, Seite 5