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Elsbettmotor – Autofahren im Einklang mit der Natur

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Die Ölkrise 1973 war für die Elsbett Konstruktion GmbH das auslösende Moment. Ihr Ziel: eine echte Alternative für die bisher verwendeten Kraftstoffe zu finden. In den Jahren davor hatte das Unternehmen die Fachwelt bereits mehrfach mit motortechnischen Entwicklungen in Erstaunen versetzt, die vorher als nicht realisierbar galten. Eine davon war der erste direkt einspritzende Dieselmotor für PKWs.

Die Elsbett Konstruktion nahm die Herausforderung der Ölkrise an und präsentierte kurz darauf einen neu entwickelten leistungsstarken Motor, der mit reinem Pflanzenöl betrieben wurde. Doch trotz seines CO2-neutralen Verhaltens wurde er, bedingt durch die starke Lobby der Automobil- und Kraftstoffhersteller, bisher nicht serienmäßig produziert. Manch anderer hätte aufgegeben. Doch für Professor Elsbett, seine Söhne und die Mitarbeiter war dies nur ein neuer Ansporn. Sie wussten: Mit dem Einsatz von Pflanzenöl waren sie auf dem richtigen Weg.

Raps- oder Sonnenblumenöl hat gegenüber Biodiesel (RME) den Vorteil, dass es wirklich direkt aus der Ölmühle heraus verwendet werden kann. Es muss nicht erst mit einem Verlust von bis zu 30% wie Biodiesel in aufwendigen Anlagen verestert werden. Pflanzenöle entsprechen der Wassergefährdungsklasse 0 (Biodiesel WGK 1) und sind damit wirklich umweltfreundlich.

Gemäß dem Unternehmensmotto: „Wir passen die Technik der Natur an!“ begann die Elsbett Konstruktion, serienmäßige Dieselmotoren auf Pflanzenöle umzurüsten. Dabei mussten jedoch einige Schwierigkeiten bewältigt werden.

Pflanzenöle sind unreiner und zähflüssiger als der mehrfach raffinierte Dieselkraftstoff. Sie können zwar bedenkenlos zum Backen und Kochen verwendet werden, doch als Brennstoff sind sie weniger geeignet. Dies liegt an der schlechteren Zündwilligkeit von Pflanzenöl (Cetanzahl von 36- 39, Diesel 50- 55) und an seinem hohen Flammpunkt von über 220 °C (Diesel 80 °C). Bei der Umstellung eines Serien-Motors von Diesel auf Pflanzenöl verbrennt das Öl nur unvollständig. Dies führt zu Ablagerungen in der Brennkammer, zu Pflanzenöl in der Ölwanne und im Endeffekt zu einer Zerstörung des Motors.
Diese Probleme bekommt Elsbett mit einer gezielten Umrüstung des Motors sicher in den Griff.

Dabei werden Kraftstoffkreislauf und Verbrennung optimiert. Bei der Förderung vom Tank bis hin zur Einspritzung wird die hohe Viskosität des Pflanzenöls berücksichtigt. Es wird gefiltert und zur Verbesserung der Fließfähigkeit vorgewärmt. Die Optimierung der Kraftstoffeinspritzung setzt vor allem bei den Einspritzdüsen und bei der Steuerung der Einspritzzeiten an.

Bisher werden vorrangig Dieselmotoren von Scania und MAN auf den Betrieb mit kostengünstigem Pflanzenöl umgerüstet. Jede Umstellung wird dabei von OELCHECK-Schmierstoffanalysen begleitet. Denn es kann immer wieder einmal passieren, dass der Pflanzenöl-Treibstoff in das herkömmliche Schmieröl des Motors eindringt. Da Pflanzenöl erst ab 300 °C verdunstet, bleibt es im Motoröl bei Ölsumpftemperaturen von ca. 100 °C hartnäckig in Lösung. In diesen Fällen steigt der Ölspiegel an. Durch Oxidation bilden sich Säuren und Ablagerungen, die für den Motor das Aus bedeuten. Um kein unnötiges Risiko einzugehen, lässt Elsbett nach der Umrüstung zunächst alle 5.000 km eine OELCHECK-Schmierstoffanalyse durchführen. In der Regel sind sie ohne Befund und der LKW kann in den kostengünstigen Dauerbetrieb mit Pflanzenöl starten. Weitere OELCHECK-Schmierstoffanalysen erfolgen dann nach jeweils 50.000 km.

Ein Liter Pflanzenöl kostet nur ca. 0,40 € und damit ungefähr die Hälfte des üblichen Diesels. Damit sind die Kosten für die Umrüstung rasch amortisiert.
Auch nach der Umstellung kann weiterhin Diesel getankt werden. Selbst beliebige Mischverhältnisse sind möglich.

Im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen erhöhen Pflanzenöle bei ihrer Verbrennung nicht den CO2-Gehalt der Atmosphäre. Ölpflanzen benötigen zum Wachsen genau soviel CO2, wie später aus dem Auspuff des mit ihnen betriebenen Fahrzeugs kommt.

Elsbett ermöglicht kostengünstiges Auto fahren im Einklang mit der Natur.
OELCHECK-Schmierstoffanalysen minimieren das Risiko und sorgen für die Sicherheit im Dauerbetrieb.

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