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Vossloh Locomotives – Europas erfolgreichste Diesellokomotiven

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Hochmoderne Diesellokomotiven aus dem Hause Vossloh Locomotives fahren in ganz Europa vorne weg. Der europäische Marktführer setzt nicht nur hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und Umweltfreundlichkeit immer wieder Maßstäbe.

Seit 1923 werden in Kiel Schienenfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gebaut, wobei die Dieselmotoren, entsprechend der Kundenforderungen, von verschiedenen Motorenherstellern wie Cummins, CAT oder MTU zugeliefert werden. Die Vossloh Locomotives GmbH, hervorgegangen aus der traditionsreichen Krupp-MaK, hat ihre führende Position im Bereich der Dieselloks durch Erfahrung, Kompetenz und konsequente Weiterentwicklung erreicht. Ob Staatsbahnen, Privat- oder Industriebahnen, ob in Standardausführung oder als maßgeschneiderte Lok – das Traditionsunternehmen bietet durchweg kundengerechte Lösungen. Zum Produktportfolio gehören diesel-hydraulische und diesel-elektrische Modelle. Als Alternative zum Kauf von neuen Fahrzeugen werden außerdem bestehende Lokomotiven remotorisiert. Darüber hinaus entwickelt, konstruiert und fertigt das Unternehmen Triebdrehgestelle, Druckluftsysteme sowie Komponenten für Kühl- und Lüftungssysteme. Am Standort Moers bietet Vossloh Locomotives Full-Service-Leistungen bei der Wartung, Reparatur und Modernisierung von Loks an. Im dortigen Servicezentrum sind über 80 Mitarbeiter aktiv, gut die Hälfte davon in den Werkstätten. Die Zulieferung der Lokomotiven erfolgt durch den Kunden. Ob die Lokomotiven geschleppt oder aus eigener Kraft nach Moers fahren, hängt von den Transportkosten und vom Zustand der Lokomotiven ab. Für Wartungs- und Reparaturarbeiten sind speziell ausgebildete Monteure in ganz Europa unterwegs. Ob in Athen oder in Narvik und Kiruna im hohen Norden – überall können mobile Reparaturen und Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

Regelmäßige und gründliche Inspektionen sind für jede Lok ein Muss. Bei der diesel-elektrischen DE 2700 steht alle 500 Betriebsstunden bzw. nach jeweils vier bis sechs Wochen eine Überprüfung an. Wenn sich das Öl bei den dann durchgeführten Ölanalysen unauffällig verhalten hat, erfolgt nach jeweils 3.000 Betriebsstunden der Wechsel von Öl und Einspritzdüsen. Die diesel-hydraulischen Modelle werden nach einem festen Instandhaltungsplan etwa alle 1.000 Betriebsstunden einer Inspektion unterzogen. Ein Großteil der Motorenwartung wird in Moers dabei durch den jeweiligen Motorenhersteller bzw. dessen zertifizierte Partnerwerkstätten durchgeführt.

Bei der Wahl der Schmierstoffe sind vor allem für das Motorenöl die Vorschriften und Freigaben der jeweiligen Motorenhersteller zu berücksichtigen. Die Dieselmotoren können von Vier-Zylinder-Reihenmotoren in kleineren Modellen bis hin zu schweren Güter- und Schnellzuglokomotiven mit 16-Zylinder V-Motoren reichen. Die vom Motor erzeugte Kraft wird je nach Auslegung hydraulisch oder elektrisch auf die Radsätze übertragen. An den Radsätzen sitzen wiederum Getriebe, die mit Getriebeölen versorgt werden müssen. Nicht zu vergessen sind auch Kühlerfrostschutzmittel oder Fette für die Lager oder die Spurkranzschmierung. Je nach Betreiber der Lokomotive sind für die Auswahl der Schmierstoffe aber nicht immer nur die Freigaben des Komponentenherstellers oder die Empfehlungen von Vossloh, sondern auch die der Bahngesellschaft ausschlaggebend. Die Deutsche Bahn AG zum Beispiel stuft Schmierstoffe in ihrem Kompetenzzentrum in drei Güteklassen Q1 bis Q3 ein. Q1 steht dabei für die höchste Qualitätsstufe. Eine Freigabe bzw. Listung in den Wartungsunterlagen der Deutschen Bahn AG Systemtechnik gilt als praxisrelevante Vorgabe. Sie wird als Richtlinie auch von vielen anderen Bahngesellschaften herangezogen.

Doch nicht nur die Wahl der Schmierstoffe, auch ihre Überwachung im Einsatz spielt eine wichtige Rolle. Um zum Beispiel den einwandfreien Zustand des Öls und auch des Motors zu kontrollieren, nutzen die Techniker von Vossloh Locomotives OELCHECK- Schmierstoffanalysen. Nach jeweils 500 Betriebsstunden wird eine Gebrauchtölprobe aus dem Motor untersucht. Die Ölanalyse ist somit ein fester Bestandteil der Motorenwartung. Außerdem werden zur Klärung von Schadensursachen auch Getriebeöle und andere Schmierstoffe analysiert.

Die Lokomotiven von Vossloh sind für ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bekannt.

Schließlich müssen sie bei Wind und Wetter und teilweise extremsten Betriebsbedingungen ihren Dienst verrichten. Selbst bei Temperaturen von bis zu -40°C im eisigen norwegischen Winter darf es keine Betriebsstörungen geben. Steht bei solchen Minusgraden in den Betriebspausen oder gar während der ganzen Nacht keine Fremdeinspeisung für Heizwärme zur Verfügung, laufen die Lokomotivmotoren im Stand weiter. Auf diese Weise wärmt zumindest das Kühlwasser der Lok die Waggons. Dies kann bei manchen Motorentypen jedoch Probleme verursachen. Diese Maßnahme verhindert ein Auskühlen des Zuges. Doch bei der unvollkommenen Verbrennung des Dieselkraftstoffs im Leerlaufbetrieb des ausgekühlten Motors können unverbrannter Diesel und Kondensat ins Motorenöl gelangen. Beim regulären Fahrbetrieb mit Motorenöltemperaturen von über 60°C beginnen Wasser und Kraftstoff zu verdunsten und zu verdampfen. Ein Risiko für den Motor bleibt jedoch, das nur durch regelmäßige Ölanalysen unter genauer Ermittlung des Wasser- und Kraftstoffgehaltes im Öl ausgeschlossen werden kann.

Neben den Problematiken durch Wasser- und Dieselkondensat können sich bei niedrigen Temperaturen auch Öl- und Kraftstoffdämpfe aus der Kurbelraumentlüftung in den Ladeluftschächten sammeln. Wird dann Leistung aufgeschaltet, können diese Dämpfe dazu führen, dass der Motor unkontrolliert hochdreht und so „durchgeht“. Nicht zuletzt dank der Ölanalysen hat Vossloh Locomotives jedoch auch Lösungen für solche Tieftemperaturprobleme entwickelt: Bei der DE 2700 ist beispielsweise ein elektrisches Vorwärmsystem für den Motor standardmäßig verbaut. Um absolut auf Nummer sicher zu gehen, werden außerdem immer mehr Lokomotiven mit einem Hilfsdiesel ausgerüstet. Neben der Vorwärmung des Kühlwassers und des Kraftstoffs garantiert er gleichzeitig die Erhaltungsladung der Bordbatterien. Entsprechend ausgerüstet und mit regelmäßigen Schmierstoffanalysen von OELCHECK überwacht, erreichen die Lokomotiven aus Kiel auch bei tiefsten Temperaturen immer und überall sicher ihr Ziel. 

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