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Buntmetall-Inhibitor

Prüfinstrument bei OELCHECK: HPLC System UltiMate 3000 Thermo Fisher Scientific
Probenmenge: 15 mL
Einheit: % (relativ zum Frischöl)
Ermittelte Werte: Gehalt an Tolyltriazol und ggf. weiteren Buntmetall-Inhibitoren
Untersuchung für: Getriebeöle
Kurzbeschreibung:

Das Getriebeöl wird in Pentan aufgenommen. Die Buntmetall-Inhibitoren werden mittels Festphasenextraktion von der Matrix getrennt und anschließend in einer Mischung aus Wasser und Acetonitril eluiert. Zwei Mikroliter des Extraktes werden mit Hilfe einer mobilen Phase auf eine chromatographische Trennsäule gegeben.

Die Analyten verbleiben aufgrund von Wechselwirkungen unterschiedlich lange auf der stationären Phase der Säule. Dadurch erfolgt eine Auftrennung der Probe in die einzelnen Analyten. Nach und nach eluieren die Analyten und werden nach der Auftrennung bei einer charakteristischen Retentionszeit mittels eines UV/VIS-Detektor registriert. Der häufigste Buntmetall-Inhibitor ist Tolyltriazol. Darüber hinaus können auch Benzotriazol und Mercaptobenzothiazol detektiert werden.

Aussage:

Die Inhibitoren schützen die Oberflächen von Buntmetallen, z.B. Kupfer, durch die Ausbildung einer stabilen Schutzschicht aus Komplexverbindungen vor Verschleiß und Korrosion. Da jedoch auch diese Schutzschicht dem Verschleiß unterliegt, wird sie aus im Öl befindlichen Inhibitor permanent regeneriert. Ist der Restgehalt an Inhibitoren im Öl deutlich gesunken, kann keine weitere Regenerierung erfolgen. In der Folge drohen dann Verschleiß oder Korrosion an den Buntmetall-Oberflächen.

Zugrundeliegende Prüfnorm: OELCHECK Prüfmethode OPM 115