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Schaumverhalten I - III

Prüfinstrument bei OELCHECK: Normalab Analis P 643
Probenmenge: 400 ml
Einheit: ml/ml
Ermittelte Werte: Schaumverhalten Seq. I (24 °C) bei Routinekontrolle
Schaumverhalten Seq. II (93.5 °C) Option
Schaumverhalten Seq. III (24 °C nach 93.5 °C) Option
Wertebereich: 0 - 1000 ml/ml
Untersuchung für: Umlauf-, Turbinen- und Hydrauliköle
Kurzbeschreibung: In das zu prüfende Öl wird mittels eines kugelförmigen, porösen Steins, Luft in Form von feinen Bläschen eingeleitet. Diese bilden eine Luft-in-Öl-Dispersion und steigen zur Oberfläche, wo sich unter ständigem Hinzutreten und Zerfallen von Luftblasen eine Schaumschicht bildet.

Nach fünf Minuten wird der Luftstrom abgeschaltet. Das beim Abstellen vorhandene und das nach 10 Minuten noch vorhandene Schaumvolumen wird gemessen. Mit einer zweiten Probe des Öls wird zunächst bei 93.5 °C und anschließend bei 24 °C ebenso verfahren. Angegeben werden das Schaumvolumen bei 24 °C, das bei 93.5 °C und das anschließend bei 24 °C ermittelte Schaumvolumen, jeweils beim Abstellen der Luftzufuhr und 10 Minuten später.
Aussage: Das Schaumverhalten von Schmierstoffen kann sich durch Verunreinigungen und Oxidation verschlechtern. Zuviel Schaum kann in belastete Zonen gelangen und das Ausbilden eines hydrodynamischen Schmierfilms beeinträchtigen. Oberflächenschaum kann Leckagen verursachen, wenn Schaum durch Dichtungen und Entlüftungsstutzen quillt.

Schaum entsteht, wenn Gasblasen aus dem Öl zur Oberfläche steigen und dort nicht zerfallen. Er besteht aus gasgefüllten Zellen, deren Wände von dünnen Flüssigkeits-Lamellen gebildet werden. Im Prüfinstrument wird beobachtet, wie lange es dauert, bis der Schaum zerfällt. Daraus lässt sich das Verhalten bei der Anwendung abschätzen. Schaum lässt sich durch silikonhaltige Entschäumeradditive reduzieren. Allerdings kann Silikonöl das Luftabscheidevermögen von Ölen erheblich verschlechtern.
Zugrundeliegende Prüfnorm: ASTM D892