Sie fahren leise, heben schwere Lasten meterhoch – und arbeiten rund um die Uhr: mobile Roboter, die in Fabrikhallen, Lagern und Krankenhäusern Material von A nach B transportieren. Die DS Automotion GmbH mit Sitz in Linz gehört zu den weltweit führenden Technologieunternehmen dieses Marktes und entwickelt seit 40 Jahren mobile Roboter samt der zugehörigen Flottenmanagementsysteme. Kommt es zu einem unklaren Schadensbild an den Hydrauliksystemen der Fahrzeuge, greift das Unternehmen auf Schmierstoffanalysen von OELCHECK zurück.
Am Markt wird häufig zwischen FTS (fahrerlose Transportsysteme, AGV) und AMR (autonome mobile Roboter) unterschieden. Die DS Automotion GmbH verwendet bewusst den Überbegriff mobile Robotik. „Der Überbegriff ist die mobile Robotik an sich“, erklärt Ronald Lengyel, Marketingleiter bei DS Automotion GmbH. Denn das Unternehmen vereint beide Technologien in einem: In bestimmten Bereichen bewegt sich das Fahrzeug vollständig autonom und sucht sich seinen Fahrweg selbstständig. In anderen Zonen ist aus Effizienzgründen eine getaktete, virtuell spurgebundene Fahrweise sinnvoll. Beide Betriebsarten werden von der Fahrzeugsoftware ARCOS intelligent miteinander kombiniert.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Unternehmens ist es, die Kernkompetenzen und Schlüsseltechnologien im eigenen Haus zu behalten und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Über 60 Softwareexpertinnen und -experten arbeiten an Lösungen wie dem Flottenmanagementsystem NAVIOS sowie der Navigations- und Steuerungssoftware ARCOS. Wer die Technologie selbst entwickelt, bleibt unabhängig und behält die volle Kontrolle über die Weiterentwicklung: „Wir kaufen zwar Komponenten zu, aber die Technologie dahinter wird bei uns inhouse entwickelt“, so Lengyel. „Das ist der Vorteil, wenn man ein Gesamtsystemanbieter ist.“
Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Sondermaschinenbau. Vor 40 Jahren fuhren die Fahrzeuge noch magnetspurgebunden – beispielsweise in der Automobilindustrie, wo Fahrzeugchassis zwischen Verzinkung, Lackierung und weiteren Fertigungsstationen transportiert wurden. Daraus ist im Laufe der Jahre ein breites Produktportfolio mit Fahrzeugen wie AMADEUS, ARNY oder OSCAR gewachsen.
Im Mittelpunkt steht dabei stets die Gesamtlösung. „Wir schaffen Lösungen für Anlagen bei Kunden und betrachten jedes Projekt ganzheitlich“, betont Lengyel. Mechanische und elektrische Konstruktionen erfolgen vollständig im eigenen Haus und können jederzeit auf kundenspezifische Anforderungen reagieren. Denn nicht jedes Projekt beginnt auf der grünen Wiese: Auch bestehende Produktionsumgebungen werden berücksichtigt – etwa hinsichtlich Bodenbeschaffenheit, vorhandener Ladungsträger oder anderer baulicher Gegebenheiten.
Hydrauliksysteme kommen bei DS Automotion GmbH gezielt dort zum Einsatz, wo große Hubhöhen gefragt sind. Das Modell AMADEUS erreicht Hubhöhen von bis zu 2,8 Metern und bewegt Lasten bis zu zwei Tonnen. Sein Kollege ARNY hebt 1,5 Tonnen auf bis zu 10,8 Meter Höhe. Bei den übrigen Fahrzeugen setzt das Unternehmen überwiegend auf elektrische Spindelhubsysteme.
Die Hydraulikaggregate stammen von einem spezialisierten deutschen Hersteller. Tank, Antrieb und Pumpe werden als vormontierte Einheit angeliefert. Die Fahrzeuge selbst werden in Linz entwickelt und konstruiert, anschließend bei einem Partnerunternehmen in Tschechien montiert sowie verkabelt und danach zur Inbetriebnahme nach Linz zurückgebracht. Dort wird die Software aufgespielt, es werden Testfahrten durchgeführt und das Materialhandling wird geprüft.
Vor rund drei Jahren trat während einer solchen Inbetriebnahme ein Schadensbild auf, dessen Ursache zunächst unklar war: Metallspäne im Hydraulikkreislauf. Das war ein gänzlich neues Schadensbild. Da die Fahrzeuge bis zur Inbetriebnahme bereits mehrere Produktions- und Transportwege durchlaufen hatten, kamen mehrere Eintragsquellen in Betracht – von der Verrohrung über das Hydraulikaggregat selbst bis hin zu einer möglichen Verunreinigung im eigenen Haus. „Wir haben das im Ausschlussverfahren geprüft“, beschreibt Christoph Molnar, verantwortlich für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement, das Vorgehen. Über eine Internetrecherche stieß er schließlich auf OELCHECK.
Die OELCHECK Analysen lieferten ein eindeutiges Ergebnis: Die Metallspäne befanden sich bereits im leeren Tank, noch bevor das Hydrauliksystem überhaupt befüllt wurde. Da der Tank als Zukaufteil geliefert wird, öffnet ihn im Normalfall niemand, um ihn auf Verunreinigungen zu kontrollieren.
Die Tragweite der Entdeckung war für DS Automotion GmbH beträchtlich, denn Hydraulikaggregate werden in größeren Stückzahlen beschafft und bei einem weltweit tätigen Kundenstamm zählt jede Stunde: Je schneller die Ursache feststeht, desto gezielter lässt sich eingrenzen, welche Fahrzeuge betroffen sein könnten.
DS Automotion GmbH setzt Schmierstoffanalysen gezielt dort ein, wo sie den größten Erkenntnisgewinn liefern: bei Auffälligkeiten, deren Ursache geklärt werden muss. Und solche Fälle gibt es immer wieder.
So meldete sich ein Servicetechniker, weil sein Hydrauliköl bereits nach drei bis vier Monaten komplett schwarz geworden war. DS Automation schickte eine Probe an OELCHECK und ging der Ursache auf den Grund. Im geschilderten Fall lag die Ursache in der konkreten Einsatzumgebung bei einem Kunden aus der Lebensmittelbranche: Durch das Triebmittel reagierte das Öl und zeigte eine chemische Reaktion. In anderen Fällen stellte sich heraus, dass ein Öl mit falscher Viskosität verwendet wurde, überhaupt kein Schmierstoff eingefüllt war oder Reinigungsmittel in den Kreislauf gelangt waren.
Für ein Unternehmen, das Gesamtlösungen verantwortet, ist diese Ursachenklärung entscheidend. Denn aus Sicht des Kunden spielt es keine Rolle, von welchem Zulieferer eine Komponente stammt. Die Verantwortung eines Gesamtsystemanbieters gilt auch im Falle von zugekauften Komponenten.
Nach rund drei Jahren Zusammenarbeit fällt die Bilanz eindeutig aus. Besonders geschätzt wird die unkomplizierte Handhabung der OELCHECK Analysensets: Sie werden auf Vorrat beschafft, haben keine begrenzte Haltbarkeit und können jederzeit eingesetzt werden, sobald ein konkreter Fall auftritt.
Ausdrücklich gelobt wird zudem die Verständlichkeit der OELCHECK Laborberichte. Auch wer kein ausgewiesener Hydraulikspezialist ist, kann die Ergebnisse und Empfehlungen der OELCHECK Tribologen als Techniker nachvollziehen und einordnen. Ebenso ein Pluspunkt ist die schnelle Bearbeitung bei OELCHECK: Nach dem Einsenden einer Ölprobe liegt nach nur drei Tagen ein ausführlicher Laborbericht vor.
Das Fazit fällt entsprechend eindeutig aus: „Aus unserer Sicht geht es eigentlich nicht besser.“
DS Automotion GmbH ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen für mobile Robotik in der innerbetrieblichen Logistik und Montage. Seit über 40 Jahren entwickelt und produziert das Unternehmen mobile Roboter sowie die dazugehörigen Flottenmanagementsysteme für Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und autonome mobile Roboter (AMR). Mit flexiblen Produkten, innovativen Lösungen und umfassenden Serviceleistungen unterstützt DS Automotion GmbH seine Kunden dabei Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu steigern. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Linz (Österreich) und ist mit eigenen Standorten in Deutschland, Frankreich und den USA vertreten. Weltweit beschäftigt DS Automotion GmbH mehr als 300 Mitarbeitende und agiert als eigenständiges Unternehmen innerhalb der SSI Schäfer Gruppe.
weiterführende Links
OELCHECKER Sommer 2026 | Seite 12 - 13